„Ich helfe Dir es selbst zu tun“

und

„Suche nicht die Defizite – finde die Schätze!“

 

Diese zwei Aussagen in Kombination haben für mich aus folgendem Grund in der Erziehung immens viel Bedeutung.

 

Der sehr früh vorhandene Antrieb der Kinder etwas selbst zu tun, allein zu schaffen, etwas aus erster Hand zu erfahren, ist für die Kinder sehr wichtig.

 

Sie ENTDECKEN z.B., dass das eigene Handeln etwas bewirkt und Reaktionen hervorruft – sie lernen daraus. Sie ENTDECKEN Zusammenhänge und können sie durch ihr eigenes Tun besser verstehen. Sie sammeln Erfahrungen mit sich selbst und mit allem was um sie herum passiert und nur das Lernen durch eigenes Tun und Handeln ermöglicht es ihnen sich in Ihrer Umwelt zu behaupten und Einfluss auf sie zu nehmen.

 

Mir ist es wichtig, die Kinder in ihrem Drang danach die Welt eigenständig zu entdecken zu unterstützen und zwar nicht nur körperlich sondern auch in Form von Bestätigung und Anteilnahme an Freude, Stolz und Enttäuschung. Ich möchte z.B. nicht, dass die Kinder suggeriert bekommen, „das hat aber lang gedauert“, sondern das sie erfahren, dass sich Mühe, Konzentration und Ausdauer lohnen. Ich möchte, dass die Kinder das Gefühl bekommen „Auch ich trage Schätze in mir, auch wenn ich in einigen Sachen vielleicht nicht perfekt bin – ich bin ich und so wie ich bin, bin ich toll!“

 

Pädagogische Ziele

 

In meiner Tagespflege biete ich den Kindern einen geschützten Rahmen in einer kleinen Gruppe. Wichtig ist mir, den Kleinen einen strukturierten Tagesablauf mit kleinen Ritualen bieten zu können. Struktur im Tag und feste Rituale an denen keiner rüttelt, vermitteln den Kindern Vertrauen und Sicherheit, die sie stärkt und die sie Fähigkeiten besser entfalten lässt.

 

Ich kann den Kindern als Tagesmutter viel individuelle Aufmerksamkeit schenken, sie begleiten und fördern. Gleichzeitig lernt ihr Kind durch den Umgang mit den anderen Kindern viele neue Dinge kennen, die es immer wieder zu neuen Entdeckungsreisen antreibt.

Das Ziel meiner Arbeit als Tagesmutter ist, den Kindern Zeit zu lassen, eben auf diese Entdeckungsreisen zu gehen. Ich möchte jedem einzelnen Kind individuell Anregungen geben, ihm aber auch den Freiraum lassen, seinen jeweiligen Interessen im Rahmen seiner  Fähigkeiten nachzugehen.

Für die Entwicklung eines Menschen ist es von sehr großer Bedeutung, dass einem als kleines Kind genügend Möglichkeiten gegeben werden, über all seine Sinneskanäle – Augen, Nase, Ohren, Mund und Haut – sich wiederholende Reize aufzunehmen. Nur so können sich in seinem Gehirn Erfahrungs- und Informationsschleifen ausbilden, auf die er Zeit seines Lebens zurückgreifen kann.

Diese Möglichkeit möchten ich den „kleinen Entdeckern“ in meiner Tagespflege bieten und zwar wie folgt:

WIR ENTDECKEN DIE NATUR:

Nach Möglichkeit gehe ich mit den Kindern jeden Tag raus an die frische Luft, entweder in unseren Garten oder in die Rheinwiesen. Hier werden alle fünf Sinne auf das Beste und  Einfachste angeregt. Die Kinder entdecken z.B.

-           Wie viele schöne Farben bringen die Jahreszeiten mit?

-           Wie groß ist der Baum und wie lang der Weg?

-           Wie hoch fliegt der Schmetterling und wie langsam ist die Schnecke?

-           Wie gut riechen die Blumen und das frisch gemähte Gras?

-           Wie schön zwitschert der Vogel und wie leise muss man sein, um den  Brummer zu hören?

-           Wie hört sich Stille an?

-           Wie schmecken die Möhren oder Beeren aus dem Garten?

-           Wie fühlt es sich an Barfuss durch den Sand, über Steine, durch Pfützen  oder übers Gras zu laufen?

-           Wie fühlt es sich an, Sand durch die Finger rieseln zu lassen?

Ganz nebenbei beim „Training“ der Sinne erlernt das Kind Farben, Mengen, Höhen, Weiten, Formen, Materialien und noch vieles mehr.

 

WIR ENTDECKEN UNSEREN KÖRPER:

Den Körper auf seine vielfältige Art und Weise zu entdecken, ist für Kinder eine spannende Geschichte.

In unserer kleinen Gruppe wird das Thema Bewegung groß geschrieben. Die Motorik wird dadurch gefördert, alle Muskelgruppen werden angesprochen, der ganze Körper gut durchblutet und die Lungen mit Sauerstoff gefüllt. Die Möglichkeiten sich draußen zu bewegen sind riesig. Die kleinen Muskeln werden beim Herumtoben, Rutschen, Schaukeln, Wippen, Balancieren, Verstecken oder Klettern ordentlich gefordert. Aber auch drinnen kommt die Bewegung nicht zu kurz. Nur ein Beispiel; ob wir Krabbeln, Laufen, Hüpfen oder Tanzen lernen, da wird für die ganz Kleinen eine zusammengerollte Decke oder ein umgekippter Kegel zum riesigen Hindernis, für die etwas Größeren ist eine Kiste mit Matratzen oder Kissen drum herum ein toller „Kletterberg“ und für alle zusammen sind Tisch- und Stuhlbeine ein super Slalomparcours.

Klar geht es manchmal auch laut und turbulent zu, aber die Kinder brauchen das Austoben und können sich anschließend umso besser beim Basteln, Malen, Kneten etc. konzentrieren oder in einen tiefen, erholsamen Schlaf sinken.

Beim Basteln, Malen und Kneten wird der Körper auf eine andere Art und Weise entdeckt. Gemeinsam mit den Kindern am Tisch zu sitzen und etwas Schönes zu gestalten hilft zum Beispiel kleinen "Zappelphilippen" zur Ruhe zu kommen. Auch schon bei den Kleinen kann die Kreativität und das Bewusstsein für Bastelarbeiten und Malerei gefördert werden. Kinder sind Neuem gegenüber niemals wieder so offen und interessiert. Alles wird ausprobiert und erfahren.

Basteln und Malen mit Kindern ist rund um die Jahresuhr eine Freude. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter; ob Karneval, Ostern, Geburtstag, St. Martin oder Weihnachten – Basteln sowie auch Malen macht Kindern einfach großen Spaß. Zudem wird die Feinmotorik, die Kreativität, Geduld und Ausdauer und das Geschick richtig gut gefördert. Je nach Alter dürfen Ihre Kinder bei mir Papierschnipsel reißen und die Schnipsel zu einem tollen Bild zusammenkleben, sie können Schere und Papier für sich entdecken und z.B. mit Sand und Kleister matschen. Naturmaterialien wie Steine, kleine Zweige und Äste, Tannenzapfen, Kastanien, Bast, Wolle und Stoffe ergeben tolle Kunstwerke und regen wiederum Tast- und Geruchssinn sowie das Sehvermögen auf das Beste an.

Malexperimente mit Kreide, Buntstiften, Wachsmalern, Pinsel und Wasserfarben und auch Fingerfarben machen den Kleinen und den Großen jede Menge Spaß. Das Malen mit Fingerfarben zum Beispiel ist schon für die ganz kleinen Entdecker eine grundlegende Erfahrung. Sie ziehen mit Händen und Füßen Farbspuren und können, im Vergleich zu Stiften, damit leichter ganz unterschiedliche Bilder hinterlassen. Sie können mal dick und mal dünn auftragen, Hand oder Fuß aufs Papier drucken oder mit einer Kartoffel stempeln. Viel Spaß macht es auch, mal auszuprobieren, welche Spuren z.B. Rotebeetesaft, Ketchup, Curry oder Tee auf Papier hinterlassen. Ganz nebenbei können so auf spaßige Art und Weise die Farben erlernt werden.

Kneten ist von besonderem Wert. Alle Kinder kneten gern. Es fördert ihre Phantasie, sie können dabei abschalten und sich etwas ausdenken. Es ist für Kinder ab dem zweiten Lebensjahr wichtig, sensorische Fähigkeiten durch Ertasten, Verformen und Zerteilen zu machen. Nicht nur die handelsübliche Knete wird bei unseren kleinen Entdeckern bearbeitet. Wir verwenden auch selbst hergestellten Salzteig oder machen Knetversuche beim Kuchen- und Plätzchenbacken. Was liegt näher, als z.B. in der Adventszeit den Plätzchenteig ordentlich durchzukneten und damit mit viel Spaß und Freude die Handgeschicklichkeit und Fingerfertigkeit so zu fördern, dass es uns beispielsweise später leicht fallen wird einen Stift zu halten, ohne zu verkrampfen.

Eine weitere schöne Körpererfahrung die ich den Kindern nicht vorenthalten möchte, ist die Musik und der Tanz. Bei unseren kleinen Entdeckern gehört Musik zum Alltag dazu. Wir singen viele alte und neue Kinderlieder oder hören sie auch ganz gern einmal von der CD um uns dann voll und ganz auf das Tanzen einlassen zu können. Dabei ist uns egal, wie wir tanzen, Hauptsache es ruckt und zuckt im Körper und wir entdecken ein Gefühl von Rhythmus. Auch Sing- und Tanzspiele bereiten den meisten Kindern viel Freude. Selbst die ganz Kleinen lassen sich schon von Zappelmännern, Krabbelmäusen u.ä. begeistern. Doch nicht nur Lieder sind Musik in unseren Ohren. Wir lauschen zum Beispiel auch Tönen, die durch einen Schlag mit einem Kochlöffel auf die verschiedensten Dinge wie leere Waschmittelkartons, Kaffeedosen, Plastikschüsseln oder auf eine Holzkiste entstehen. Verwendet man statt dem Kochlöffel die Hand, entstehen wiederum ganz andere Klänge. Auch Basteln und Musik zu verbinden, macht viel Freude. Hier eine leere Cremedose, da ein paar Körner Reis und fertig ist die schönste Rassel. Das Land der Töne, Klänge und der Musik zu entdecken, ist für das Gehör der Kleinen eine tolle Sinneserfahrung. Wichtig ist mir, die Kinder an dieses Land heranzuführen, das Interesse bei ihnen zu wecken und den Spaß und das „gute Gefühl“, welches man bei der Musik bekommt, zu vermitteln.

Den Körper zu entdecken, heißt auch, die Sprache zu erlernen. Kinder lernen sprechen, dort, wo Sprache Spaß macht, wo etwas Angenehmes erlebt wird, wo etwas Freudiges erfahren wird, wo Phantasie angeregt wird, wo Sprache etwas bewirkt, wo das Kind durch die Sprache an Veränderungen mitarbeiten kann - dort also, wo rege Kommunikation geschieht.

Daher ist es wichtig, von Anfang an mit den Babys zu sprechen. Ich erzähle den Kindern beim Wickeln etwas oder erkläre, was ich gerade mache bzw. was in unserer Umgebung gerade so passiert. Dabei lege ich Wert darauf, deutlich, langsam und in ganzen  Sätzen mit den Kindern zu sprechen. Während ich mich mit den Kindern beschäftige, stelle ich ihnen Fragen und lasse sie erzählen. Die Kleinen bis zu eineinhalb Jahren „sprechen“ zunächst mit den Augen und mit Händen und Füßen. Beim näheren Hinschauen entdeckt man, wie viel die Kinder von unserer Sprache schon verstehen. Wichtig ist es mir dann, die „Augensprache“ in Worte zu fassen um die Kinder zu ermutigen, das gesprochene Wort für sich zu entdecken.

Natürlich lesen wir auch Miteinander oder schauen Bilderbücher. Bereits im ersten Lebensjahr haben Babys Spaß daran, Bilderbücher anzuschauen. Kommunikation mit den Kindern ist wichtig. Vorlesen fördert nicht nur die Sprache sondern auch die Lust später selbst zu lesen, wenn die Kinder größer sind. Die älteren Kinder regt es an, wenn mit Gelesenem weitergearbeitet wird, z.B. durch das Malen, das Nacherzählen oder das Nachspielen der gehörten Geschichten. Viel Spaß macht es auch Lieder, Gedichte und Reime für sich zu entdecken.

Eine schöne Gelegenheit eine Einheit aus Basteln, Musik und Tanz sowie dem Lesen zu bilden, bieten alle Feste rund um die Jahresuhr. Feste sind besondere, aus dem Alltag herausstechende Tage. Eine gewisse Zeit der Vorbereitung gibt den Kindern Gelegenheit, sich darauf einzustimmen. Ihre Freude ist groß, wenn sie beispielsweise Ostereier bemalen, das Osternest gestalten dürfen und wenn „Stups der kleine Osterhase“ dazu durch den Raum klingt. Sobald die dunklere Zeit beginnt, liegt eine geheimnisvolle Spannung in der Luft. Die Zeit der vielen Lichter beginnt. St. Martin, die Adventszeit und Nikolaus reihen sich aneinander und helfen den Kindern dabei, sich auf das große Fest Weihnachten einzustimmen. Wir schauen Bilderbücher und lesen Geschichten, singen und hören Lieder und während zu Weihnachtszeit Plätzchenduft durch die Küche weht, basteln wir Fensterschmuck, Leuchtgläser und viele andere schöne Dinge, die durch die Hände Ihrer Kinder entstehen.

Ein Geburtstag ist für die ganze Gruppe und erst recht für das Geburtstagskind ein ganz besonderer Tag. Wenn das Kind an diesem Tag bei uns ist, wird selbstverständlich auch gefeiert! Dazu gehören natürlich ein Geburtstagslied und ein Geburtstagskuchen. Das Kind darf sich an diesem Tag bestimmte Spiele wünschen, so dass es richtig „Hauptperson“ ist! Auch der Abschied von der Gruppe und mir als Tagesmutter wird gebührend gefeiert. Der Abschied wird rechtzeitig angekündigt und in den Wochen vorher immer wieder angesprochen, damit sich das Kind darauf einstellen kann. Wir schauen Bücher zum Thema „Kindergarten“ und zum Abschied gibt es ein schönes Fest. Wir backen zusammen einen Kuchen, alle sitzen im Kreis und das Kind darf sich ein Spiel oder eine Geschichte wünschen. Zum Schluss bekommt es von uns ein Abschiedsgeschenk.

 

WIR ENTDECKEN UNSERE SELBSTSTÄNDIGKEIT:

Selbstständiges Tun und Handeln hat für Kinder einen großen Stellenwert, „Alleine machen“ ist ihre Devise. Da ich Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahren betreue, durchleben die Kinder und ich natürlich nicht nur die Zeit des Laufenlernens, sondern auch die Zeit des Sauberwerdens und sie lernen selbstständig zu essen.

Wenn Sie als Eltern mir das Signal geben, dass sie Ihr Kind nach und nach windelfrei bekommen möchten, werde ich Sie hierbei natürlich unterstützen. Oft wird bei den Kleinen schon von allein das Interesse geweckt, da sie natürlich mitbekommen, das die „Großen“ auf das Töpfchen o.ä. gehen. Wichtig ist mir, dass die Kinder nicht gedrängt werden und ihnen Zeit gegeben wird, sich mit ihrem Körper und dessen Ausscheidungen auseinanderzusetzen. Mehrere Töpfchen und Toilettenaufsätze stehen bei mir zur Verfügung.

Auch allein essen zu dürfen bedeutet den kleinen Entdeckern sehr viel. Hierbei kommt es zwar anfänglich zu voll geschmierten Mündern und Händen, zu bekleckerter Kleidung und Möbeln, dennoch möchte ich ihrem Kind den Spaß am Ausprobieren nicht verwehren. Ich werde die Kinder unterstützen, in dem ich ihnen helfe ihr Essen auf den Löffel oder die Gabel zu bekommen und wenn die Kleinen es zulassen, werde ich ihnen anfänglich die Hand führen, damit sie ein Gespür dafür bekommen, wie der Löffel tatsächlich im Mund ankommt.

Weiterhin möchte ich, dass die Kinder entdecken, wie man sich selbst die Schuhe anzieht, den Arm in den Jackenärmel bekommt oder die Mütze aufsetzt. Auch hier wird Ihr Kind von mir so viel und gleichzeitig so wenig Hilfe bekommen, wie es benötigt.

 

WIR ENTDECKEN SOZIALES MITEINANDER:

Soziales Miteinander zu entdecken, heißt für die Kinder zu erforschen und zu erlernen, wie man mit anderen Menschen, ob groß oder klein, umgeht.

In unserer kleinen Gruppe habe ich die Möglichkeit die Sozialkompetenz Ihrer Kinder jeden Tag, auf spielerische Art und Weise, zu fördern. Dieses beginnt schon bei der Eingliederung bzw. Eingewöhnung in der Gruppe. Die Kinder „beschnuppern“ sich, gehen aufeinander zu, ziehen sich wieder zurück, spielen mit- und auch nur nebeneinander. Hier bekommen alle Kinder meine Hilfe. Ich ermutige sie, mich und die anderen Kinder auch mal um Hilfe zu bitten, sei es beim An- und Ausziehen, beim Umräumen von Möbeln, bei Bastelarbeiten oder bei vielen kleinen anderen Dingen, die gemeinsam einfacher zu schaffen sind.

Auch in Konfliktsituationen entwickeln sich die Kinder stetig weiter. Ich werde ihnen Lösungen zeigen, wie man einen Streit z.B. um Spielzeug schlichten kann, wie man Mitspieler für sich gewinnen kann oder, dass es für ein angenehmes Miteinander wichtig ist, sich an Spielregel zu halten bzw. sie gegebenenfalls gemeinsam zu ändern.

Weiterhin sprechen wir viel über das Zusammenleben der Menschen in der Familie, in der Tagesgruppe, in der Nachbarschaft oder im Ort, eben über alles was das Kind beschäftigt.

 

WIR ENTDECKEN GRENZEN UND REGELN:

Kinder brauchen Grenzen und Regeln, denn sie gehören zur Realität und geben Halt und Orientierung. Ich denke, dass wir Kinder als gleichwertige Mitmenschen zu akzeptieren haben und daher verpflichtet sind Ihnen diese Werte und Normen mit auf den Weg zu geben.

Hier nur ein paar Grenzen und Regeln die mir wichtig sind:

-    Spielregeln (z.B. von anderen Kindern Gebautes nicht einfach zerstören)

-    Spielzeug wieder aufräumen, gern auch gemeinsam

-    Sicherheitsregeln (z.B. nicht ohne Aufsicht mit der Schere arbeiten, im Garten nichts allein pflücken und essen)

-    Tischregeln => gegessen wird nur am Tisch, mit Essen wird nicht geworfen, kein Spielzeug am Essenstisch und alle bleiben am Tisch sitzen, bis alle Kinder das Essen beendet haben

-    Vor dem Essen Händewaschen

-    Streitregeln => es wird nicht gehauen, gebissen, getreten o.ä. und wenn es doch mal passiert, dann ist eine Entschuldigung wichtig.

Natürlich testet jedes Kind einmal aus, wie weit es über z.B. diese bestehenden Grenzen hinausgehen kann. Es ist natürlich wichtig, den Kindern auch Kompromissbereitschaft zu vermitteln, dennoch gibt es den Kindern Sicherheit und Vertrauen, wenn sie lernen, dass in bestimmten Situationen immer wieder die gleiche Reaktion der Bezugsperson folgt.

Es ist es wichtig, dass sich die Eltern des Kindes und die Tagespflegeperson über die bestehenden Regeln und Grenzen einig sind. Durch das Beobachten der Kinder finde ich heraus, wie ich diesbezüglich mit ihm umgehen muss. Dabei ist zu beachten, dass sich Regeln und Grenzen mit der Entwicklung der Kinder verändern.

 

WIR ENTDECKEN UNSERE RECHTE:

Ihre Kinder sollen bei mir entdecken, dass es zwar Grenzen und Regeln gibt, aber dass jede kleine Persönlichkeit natürlich auch seine ganz eigenen Rechte hat. Diese sind zum Beispiel:

- das Recht, Kind sein zu dürfen
- das Recht auf Bildung zu einer eigenverantwortlichen Person                                -das Recht, so akzeptiert zu werden, wie sie sind
- das Recht auf eine eigene Meinung (auch NEIN sagen zu dürfen)
- das Recht auf ein eigenes Entwicklungstempo
- das Recht, seinen Bewegungsdrang auszuleben
- das Recht auf Mitbestimmung
- das Recht, Fehler machen zu dürfen
- das Recht, sich seine Spielpartner auszuwählen
- das Recht, sich zurückzuziehen
- das Recht auf Spiel und sich dabei schmutzig machen zu dürfen.

 

WIR ENTDECKEN ERNÄHRUNG UND GESUNDHEIT:

Die beste Vorbeugung gegen Krankheiten sind gesunde Ernährung, viel Bewegung, Luft, Sonne, Wärme und Kälte. Um sich gut entwickeln zu können, brauchen die Kinder eine entsprechende Ernährung. Am besten ist eine ausgewogene Mischkost mit reichlichen Vitaminen. Das Mittagessen wird von mir möglichst jeden Tag frisch zubereitet. Je nach Alter, Lust und Laune werden die Kinder von mir in die Zubereitung des Essens mit eingebunden. Hinsichtlich des Essens gilt bei mir folgendes zum Motto:

„Alles kann, nichts muss!“

Dieses bedeutet, dass die Kinder von mir alles angeboten bekommen, was ich zubereitet habe. Auch wenn die kleinen Essensentdecker z.B. ein bestimmtes Gemüse in der Vergangenheit nicht probieren mochten, bekommen sie es dennoch immer mal wieder auf den Teller. Die Erfahrung hat gezeigt, dass das ein oder andere Mal doch die Neugier des Kindes siegt und das bis dahin verschmähte Gemüse probiert und sogar gemocht wird. Mag Ihr Kind nicht probieren, bleibt es auf dem Teller. Mir ist wichtig, dass die Kinder nicht zum Essen gezwungen werden.

Das Essen bei mir soll den Kindern vor allem schmecken. Weiterhin soll es sinnvoll zusammengestellt werden, abwechslungsreich sein, appetitanregend aussehen und in der Menge dem Bedarf des jeweiligen Kindes entsprechen.

Hier einige Beispiele, was an Lebensmitteln bei mir angeboten wird:

Frühstück:                 belegtes Brot oder Brötchen, Quark, Joghurt, Milch, frisches Obst und Gemüse

Zwischensnack:        frisches Obst und Gemüse, Joghurt, selbst gemachte Smoothies

Mittagessen:              Fleisch- und Fischgerichte gibt es mehrmals in der Woche, Gemüse oder Salat gibt es täglich, auch Suppen und Eintöpfe werden von mir angeboten, sowie auch manchmal süße Speisen, wie z.B. Apfelpfannkuchen.

Weitere Getränke, neben der Milch, stehen bei mir in Form von stillem und „normalem“ Wasser zur Verfügung, sowie bei Bedarf auch in Form von Saftschorlen.

Die Nahrung für die Allerkleinsten, wie Milchpulver und Breie bitte ich mitzubringen. Gern bin ich auch bereit das täglich von mir gekochte Mittagessen, bzw. Teile davon, für Ihr Baby zu pürieren. Dies bitte ich jedoch mit mir abzusprechen.

 

Zusammenarbeit mit Eltern und Familie

Da ich als Tagesmutter für Sie erziehungsergänzend tätig bin, ist die Zusammenarbeit mit Ihnen als Eltern, unentbehrlich.

Bevor das Kind täglich zu mir kommt, lege ich sehr viel Wert auf eine Eingewöhnungs-phase. Gerade in dieser Phase ist mir die Zusammenarbeit mit den Eltern sehr wichtig, um dem Kind Ängste und Unsicherheiten zu nehmen.

Das Kind, immer begleitet von einem Elternteil, verbringt anfänglich nur ein paar Stunden bei mir und den anderen Kindern. Nach ein paar Besuchen bei mir, probieren wir das Ganze Stück für Stück ohne Eltern, d.h. zunächst verabschieden Sie sich von Ihrem Kind und verlassen für maximal 30 Minuten die Tagespflegestätte, sind aber bitte immer erreichbar. Den Zeitraum Ihres Fernbleibens steigern wir dann langsam, ganz wie es Ihrem Kind am Besten bekommt. Auch während dieser Zeit, ist es wichtig, dass Sie immer erreichbar sind. Verlässlichkeit ist für Ihr Kind von enorm großer Bedeutung. Die Eingewöhnungsphase ist uns gemeinsam geglückt, wenn Ihr Kind sich von mir trösten lässt und mich als „sichere Basis“ akzeptiert.  

Gerade schon am Anfang unseres Betreuungsverhältnisses, lege ich auf Elterngespräche großen Wert. Wenn die Eltern sich entscheiden ihr Kind in eine Tagespflegestelle zu geben, ist die Trennung bestimmt nicht immer einfach. Fragen wie:

- " Ist mein Kind gut aufgehoben?";

- " Machen die auch hinter verschlossenen Türen das, was ich mir für mein Kind       wünsche?"

- „Wird Sie in Konkurrenz zu mir als Mutter stehen?

tauchen auf. Großes Vertrauen ist wichtig. Für besonders wichtig halte ich es, dass man über alle Belange die das Kind betreffen, sowohl im positiven Sinne, als auch im negativen, reden muss. Somit kann man von Anfang an viele Diskrepanzen ausschließen.

Um unseren Kontakt in gute, vertrauensvolle Bahnen lenken zu können, ist es mir wichtig, dass Sie offen sagen, worauf Sie in der Erziehung Ihres Kindes großen Wert legen, welche besonderen Eigenarten und Rituale Ihr Kind hat und wie wichtig Ihnen die Einhaltung ist. Jedes Elternteil hat bei Bedarf natürlich auch im Verlauf unserer „Erziehungspartnerschaft“, ein Anrecht auf ein Elterngespräch. Die Elterngespräche werden  dann nach Terminabsprache mit mir geführt. Die so genannten „Tür- und Angel“ -Gespräche ergeben sich meistens spontan.

Die Eltern haben die Möglichkeit, meine Arbeit „vor Ort“ durch eine Hospitation kennen zu lernen, damit für sie meine pädagogische Arbeit verständlicher wird.

Bei Erziehungsproblemen stehe ich Ihnen als Eltern, falls Sie es wünschen zur Seite, so dass wir gemeinsam eine Lösung finden können. Hierbei ist allerdings die konsequente Mitwirkung der Eltern erforderlich, da ansonsten keine klare Linie für das Kind sichtbar ist.

 

Materialkostenregelung

Neben dem Betreuungsentgelt, dessen Höhe Ihnen vom Jugendamt mitgeteilt wird, fallen für Sie lediglich Kosten für eventuelle Ausflüge, wie z.B. in den Zoo, an. Windeln, Feuchttücher und Gläschennahrung sind bitte von Ihnen anzuschaffen und mitzubringen.

 

Wir sind für Sie da

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Martinistr. 3

47229 Duisburg

 

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